Meldungen

Hier haben wir Neuigkeiten aus dem Zentrum für Sie zusammengestellt:

25.03.2008 - Aktuelles aus den Centren

Charité eröffnet Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin

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Zur Pressemeldung der Charité zur Eröffnung des kardiovaskulären Telemedizinzentrums

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Prof. Dr. med. Friedrich Koehler, FESC

Foto Friedrich Köhler

Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin, Oberarzt für Kardiologie an der Medizinischen Klinik m. S. Kardiologie und Angiologie

CharitéUniversitätsmedizin Berlin

CCM: Campus Charité Mitte

Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin

Postadresse:

Charitéplatz 1

10117 Berlin

Campus- bzw. interne Geländeadresse:

Virchowweg 10

t: +49 30 450 514 184

f: +49 30 450 7 514 112

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22.11.2010 - Aktuelles aus den Centren

Telemedizin verlängert und verbessert das Leben

Projekt „Partnership for the Heart“ stellt Ergebnisse vor

Im Rahmen einer Pressekonferenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) präsentieren die Konsortialpartner des Projekts „Partnership for the Heart“ zum ersten Mal die Ergebnisse einer bislang weltweit einzigartigen klinischen Studie zur Wirksamkeit von Telemedizin bei chronischer Herzinsuffizienz. Die  Untersuchung wurde unter Federführung der CharitéUniversitätsmedizin Berlin in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt. Weiter...

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29.05.2009 - Aktuelles aus den Centren

Charité gewinnt Preis für Gesundheitsregion der Zukunft

Telemedizin soll Gesundheitsversorgung verbessern

Übergabe Gewinnerurkunde durch Bundesbildungministerin Frau Dr. Schavan, MdB

Übergabe Gewinnerurkunde durch Bundesbildungministerin Frau Dr. Schavan, MdB

Mit einem Projekt für die strukturschwache Region Nordbrandenburg hat die CharitéUniversitätsmedizin Berlin beim bundesweiten Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“  84 Konkurrenten hinter sich gelassen. Im Rahmen des Projekts „Fontane“ soll ein ausgeklügeltes System der telemedizinischen Betreuung den  Mangel an niedergelassenen Fachärzten in der Prignitz und der Uckermark  ausgleichen. Rund 20 Millionen Euro stehen den Projektpartnern, darunter gleich vier Kliniken der Charité, in den nächsten vier Jahren dafür zur Verfügung.

„Das ist ein Riesenerfolg“, freut sich Projektkoordinator Friedrich Köhler vom Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin. Sein Team traf mit dem Konzept offenbar genau ins Schwarze: Es nützt gleichzeitig Patienten und Unternehmen in einer der strukturschwächsten Gegenden Deutschlands. „Wir haben die Bedarfssituation analysiert und anschließend regionale  Firmen zu neuen, telemedizinischen Anwendungen angeregt“, erklärt er. Diese Geräte werden danach im Rahmen wissenschaftlicher Studien an Nordbrandenburger Patienten erstmals angewendet. Bewähren sie sich dort, dann kann das Konzept auf andere Gebiete Brandenburgs und Deutschlands ausgedehnt werden. „Am Ende steht vielleicht eine Reihe neuer medizinischer Exportartikel `made in Brandenburg´“, meint Köhler.

Das Augenmerk des Kardiologen Köhler gilt vor allem den Herzpatienten. Für sie gibt es in Nordbrandenburg nur wenige niedergelassene  Fachärzte. Köhler will den Kranken unter anderem durch mobile Messgeräte helfen. Patienten können so wichtige Werte selber ablesen und dem kardiologischen Telemedizinzentrum an der Charité übermitteln. Die Ärzte dort sind im Ernstfall in der Lage, rasch zu reagieren. Ähnlich funktioniert ein Projekt für schwangere Frauen mit der so genannten Präklampsie. Bei dieser Krankheit steigt der Blutdruck plötzlich gefährlich an. Betroffene Frauen übermitteln mehrmals täglich die Werte an das Telemedizinzentrum und die Klinik für Geburtsmedizin an der Charité, damit bei Bedarf schnell eine Behandlung eingeleitet werden kann. Das Centrum für Schlaganfallforschung schließlich widmet sich Patienten, die schon einen Hirnschlag erlitten haben. Für ihre Genesung ist körperliche Aktivität besonders wichtig. Daher hat das Centrum einen Sensor entwickelt, der die Laufleistung der Patienten misst. Dafür brauchen sie das Gerät nur ständig in der Kleidung bei sich zu tragen.

„Diese Förderung ist eine einmalige Chance“, freut sich Köhler. „Jetzt können wir beweisen, dass die Gesundheitsversorgung nicht schlechter werden muss, wenn Arztpraxen Mangelware sind. Gleichzeitig haben wir die Chance, als Charité zum Wohle der Brandenburger Patienten zu forschen.“ Die Telemedizin helfe, unnötige Arztbesuche einzusparen und werde deshalb mittelfristig aus einem modernen Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken sein, prophezeit er.

http://www.charite.de/charite/presse/pressemitteilungen/artikel/detail/charite_gewinnt_preis_fuer_nordbrandenburg/

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04.11.2011 - Aktuelles aus den Centren

Karl Storz Telemedizinpreis für „Partnership for the Heart“

Preisübergabe, Karl-Storz-Preis

Die Deutsche Gesellschaft für Telemedizin hat den Karl Storz Telemedizinpreis für das Jahr 2011 an das Konsortium „Partnership for the Heart“ vergeben. Prof. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für vaskuläre Telemedizin an der Charité nahm den mit 5.000 Euro dotierten Preis im Rahmen einer Festveranstaltung entgegen.

Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) geförderten Projektes „Partnership for the Heart“ war die Entwicklung eines Remote Patient Monitoring Systems inklusive einer elektronischen Patientenakte zur telemedizinischen Mitbetreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz. In der abschließenden klinischen Studie konnten sowohl der medizinische als auch der ökonomische Nutzen von Telemedizin auf eine anerkannte objektive Basis gestellt werden.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren wurden bei Patienten mit Herzschwäche täglich die Gewichts-, Blutdruckund EKG-Werte mittels Mobilfunk an das telemedizinische Zentrum der Charité oder an das Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus gesendet und dort ausgewertet. Bei auffälligen Veränderungen konnte so das Fachpersonal zeitnah mit den Betroffenen oder ihren Ärzten Kontakt aufnehmen.

Die Ergebnisse der klinischen Studie sind ein wichtiger Schritt, um telemedizinische Leistungen in die Regelversorgung zu überführen.

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11.10.2011 - Aktuelles aus den Centren

Publikation zu den Subgruppen veröffentlicht

Signifikante Effekte im Bereich der Gesamtmortalität und "Anzahl der verlorenen Tage aufgrund von Herzinsuffizienz-Hospitalisierung oder Tod" für eine Patientensubgruppe bei telemedizinischer Mitbetreuung: siehe Publikationen

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22.10.2010 - Aktuelles aus den Centren

Partnership for the Heart stellt Studie im Bundeswirtschaftsministerium vor

Die flächendeckende Einsatzmöglichkeit von Telemedizin ist belegt und Risikopatienten leben länger und qualitativ besser

Mit einer telemedizinischen Betreuung – in Ergänzung zu einer leitliniengerechten ambulanten Versorgung – kann die Lebensqualität und zum Teil sogar die Lebenserwartung von Risikopatienten mit chronischer Herzschwäche deutlich verbessert werden.

Das hat eine klinische Studie mit 710 Teilnehmern ergeben, die das medizinisch-technische Konsortium „Partnership for the Heart“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin vorgestellt hat.

Im Rahmen eines so genannten Telemonitoring wurden täglich bestimmte Vitalwerte der Patienten von einem telemedizinischen Zentrum erfasst und befundet. Bei auffälligen Veränderungen nahm das Fachpersonal Kontakt mit den Betroffenen beziehungsweise deren Arzt vor Ort auf. In einigen Fällen war diese schnelle Reaktion sogar lebensrettend. Aber auch langfristig war die Betreuung erfolgreich. In einer bestimmten Patientengruppe ging während der vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Studie die Sterblichkeitsrate sogar um mehr als die Hälfte zurück. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass diese Form der Fernbetreuung technisch wie methodisch so ausgereift ist, dass sie flächendeckend eingesetzt werden kann.

„Jetzt geht es darum, die Erfahrungen der Studie schnell in ganz Deutschland umzusetzen“, sagte Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandsvorsitzender der Charité-Universitätsmedizin, die die medizinische Leitung der Studie inne hatte.

Über mehr als zwei Jahre wurden die Vitaldaten von der Hälfte der Studienteilnehmer aus den Regionen Berlin/Brandenburg und Baden-Württemberg täglich in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung erfasst und in den telemedizinischen Zentren in der Berliner Charité und dem Stuttgarter Robert-Bosch-Krankenhaus befundet. Die andere Hälfte wurde ebenfalls über diesen Zeitraum gemäß den aktuellen Therapieleitlinien für Herzschwäche behandelt, erhielt aber keine telemedizinische Betreuung.

Alle beteiligten Patienten leiden an der sogenannten Herzschwäche, das heißt, ihr Herz erreicht weniger als die Hälfte der normalen Pumpleistung. Zudem kann es zu gefährlichen Wassereinlagerungen im Körper kommen, die oft nur noch im Krankenhaus behandelt werden können. Bei einer Gruppe von Risikopatienten, die rund die Hälfte aller Teilnehmer an der Studie ausmachte, konnte durch das Telemonitoring die kardiovaskuläre Sterblichkeitsrate innerhalb von zwei Jahren halbiert werden.

Studie schafft Evidenz zum Einsatz von Telemedizin
Das Studiendesign genügt höchsten wissenschaftlichen Anforderungen. „Darum sind die Ergebnisse in ihrer Aussagekraft so eindrucksvoll und haben in der Fachwelt bereits für großes Aufsehen gesorgt, obwohl sie auch dort erst seit wenigen Tagen bekannt sind“, erklärte Dr. Friedrich Köhler, der das Projekt von der Charité aus geleitet hat. Die behandelnden Ärzte bekämen mit der Technik eine zusätzliche Möglichkeit, schwerkranke Patienten intensiv zu begleiten, ohne dass diese gerade im ländlichen Raum weite Wege zu den Praxen bewältigen müssen. „Es geht also in keiner Weise darum, die Ärzte zu ersetzen, sondern sie in ihrer Arbeit zu unterstützen“, so Köhler. Regelmäßige standardisierte Befragungen unter den telemedizinisch betreuten Patienten ergaben, dass die Betroffenen ihre Lebensqualität als verbessert einschätzten. „Sie fühlten sich sicherer, da besser betreut“, sagte Einhäupl.

„Die Studie belegt eindrucksvoll, welches Potential in der Telemedizin steckt“, betonte Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender des Technologie- und Dienstleistungsunternehmen Bosch, das als technischer Konsortialführer in der Studie die Systemintegration, den laufenden Betrieb und die Qualität des Gesamtsystems verantwortete. An Partnership for the Heart waren zudem der Gerätehersteller Aipermon GmbH Co. KG und der eHealth Softwareanbieter InterComponentWare AG (ICW) beteiligt. Im Rahmen der Studie haben die Patienten über zwei Jahre hinweg täglich ihr Gewicht, ihren Blutdruck und ein EKG erfasst und die Daten über Mobilfunk an eines der beiden telemedizinischen Zentren übertragen.

Die Daten wurden vom Fachpersonal befundet. Bei auffälligen Veränderungen des Gesundheitszustands nahmen Sie Kontakt mit dem betreuenden Arzt auf oder alarmierten den Notarzt. Damit wurde den Patienten ermöglicht, länger zu Hause und somit in ihrem gewohnten sozialen Umfeld zu leben. „Der Einsatz von mobilen telemedizinischen Messsystemen erlaubt es, dass Patienten Zuhause besser betreut werden können. Die einfache Bedienung der Systeme für den Patienten und die schnelle, sichere und zuverlässige Datenübertragung der medizinischen Daten sind dabei gewährleistet“, sagte Aipermon-Geschäftsführer Dr. Thomas Schweizer.

Antwort auf demografische Entwicklung

Das Konsortium will nach der erfolgreichen Studie zusammen mit den Gesundheitsversorgern und der Politik möglichst vielen Patienten in Deutschland eine telemedizinische Versorgung ermöglichen. Die Studie habe eindeutig bewiesen, dass Remote Patient Management (Telemonitoring im Rahmen einer Betreuung durch medizinisches Personal) Vorteile bei der Behandlung für Herzschwäche-Patienten bringt. Deshalb geht es nun darum, die möglichen Anwendungsgebiete für diese Behandlungsform rasch auszuweiten.

In anderen Ländern wird die Telemedizin bereits bei der Behandlung von Diabetes, schweren Lungenkrankheiten oder der Rehabilitation nach Schlaganfällen eingesetzt. Mit Blick auf die demografische Entwicklung ist dieser Aspekt besonders bemerkenswert. Die Menschen werden in den kommenden Jahren im Schnitt immer älter und somit steigt auch die Zahl jener, die an chronischen Erkrankungen wie Herzschwäche leiden werden. „Hier können moderne IT-Technologien, wie sie im telemedizinischen Partnership for the Heart-Ansatz eingesetzt werden, Effizienzgewinne erzielen“, sagte Dr. Ralf Brandner, Entwicklungsleiter bei ICW. In den USA werden bereits mehr als 120 000 Patienten telemedizinisch betreut. In Deutschland sind es bisher rund 15 000 Personen. Darum plädiert Partnership for the Heart dafür, dass die Zulassungsverfahren für die verschiedenen Krankheitsbilder zügig umgesetzt werden, damit diese innovative Betreuungsform in die Regelversorgung aufgenommen werden kann.

 „Mit der Studie steht nun fest, dass dieses Therapiemanagement mit Hilfe von Telemedizin besonders instabilen Patienten nützt. Nun liegt es an den Gremien der Selbstverwaltung und der Politik, die entscheidenden Weichen zu stellen, damit die innovative Lösung schnell dieser Patientengruppe in Deutschland zugutekommen kann“, sagte Einhäupl.

 

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16.03.2012 - Aktuelles aus den Centren

ESC Meeting: Poster von Oliver Deckwart in Kopenhagen vorgestellt

deckwart kopenhagen

Zusammen mit der Ko-Autorin Nina Kolbe präsentierte Oliver Deckwart das Poster “Heart failure nurses in Germany: transition from training to everyday nursing” auf dem Öffnet externen Link im aktuellen Fenster12th Annual Spring Meeting on Cardiovascular Nursing in Copenhagen der European Society of Cardiology (ESC). Das Abstract war Reviewers' Choice und wurde zur Posterpräsentation ausgewählt.

Die erste Weiterbildung für Pflegende in Übereinstimmung mit dem Curriculum der Heart Failure Association (HFA) des ESC fand im Jahr 2009 in Deutschland statt. Im Anschluss wurde an die erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieser Weiterbildung eine Befragung verteilt, bei der sich herausstellte, dass bereits verschiedene Ansätze zur Verbesserung der Pflege bei Herzinsuffizienz in der Praxis realisiert werden konnten.

Dennoch wird diese Ressource an spezialisiertem Pflegepersonal für Patienten mit Herzinsuffizienz in Deutschland noch wenig genutzt. Aus diesem Grund gründete sich die Öffnet externen Link im aktuellen FensterBundesarbeitsgemeinschaft Pflegeexperten Herzinsuffizienz, die sich zweimal jährlich trifft. Die nächste Frühjahrstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft findet am 27./28. April 2012 in Berlin statt.

Kontakt:

Oliver Deckwart
t: +49 30 450 514 294
E-Mail: oliver.deckwart@charite.de



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07.05.2012 - Aktuelles aus den Centren

Die Frühjahrstagung der BAG Pflegeexperten Herzinsuffizienz an der Charité war ein voller Erfolg

Am 27. und 28. April 2012 fand die Frühjahrstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Pflegeexperten Herzinsuffizienz e.V. (BAGPH) auf Einladung der Pflegedirektion der Charité – Universitätsmedizin Berlin am Campus Mitte statt.

Gruppenfoto BAGPH auf der Treppe

Die Teilnehmer der Frühjahrestagung 2012

Die bundesweite Netzwerkarbeit der Pflegeexperten dient neben der Verbesserung der pflegerischen Versorgung und der kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung auch der Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit im stationären sowie ambulanten Bereich.
Deshalb trafen sich aus den verschiedenen Regionen des Bundesgebietes die Mitglieder zum Austausch und zur gegenseitigen Präsentation ihrer Projekte.  

In der Mitgliederversammlung am Freitag stand neben vereinsinternen Themen auch die Wahl des Vorstandes auf dem Programm. 
Die Mitglieder sprachen dem amtierenden Vorsitzenden Herrn Oliver Deckwart, Leiter des Patienten- und Pflegemanagements im Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité und der Schatzmeisterin, Nina Kolbe, Pflegewissenschaftlerin an der Universität Witten/Herdecke für weitere zwei Jahre ihr Vertrauen aus.

 

Am Samstag wurde ein Fortbildungstag mit Vorträgen zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich der Herzinsuffizienz gestaltet.
Die Vorträge gaben den ca. 50 Anwesenden Einblicke in die Themen Telemedizin, Schlafapnoe, kardiale Kachexie, Selbstpflegemessung, Leben mit Defibrillator, Bewegungstraining und Transkatheter-Aortenklappen Implantation (TAVI) im Zusammenhang mit chronischer Herzinsuffizienz.

Wie sich in der Bewertung der Veranstaltung durch die Teilnehmer widerspiegelt, war es eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung. Mit einer Gesamtnote von 1,56 bewerteten sie den Fortbildungstag als sehr positiv. Besonders positiv fiel den Teilnehmern die Diskussionsmöglichkeit auf, die rege genutzt wurde.

Die diesjährige Herbsttagung der BAG Pflegeexperten Herzinsuffizienz wird auf Einladung des Elisabeth-Krankenhauses vom 23. - 24. November 2012 in Essen stattfinden.

Die BAGPH dankt der Pflegedirektion der Charité, der GETEMED Medizin- und Informationstechnik AG und der Deutschen Telekom AG für ihre Unterstützung.

Weitere Informationen finden Sie auf: Öffnet externen Link im aktuellen Fensterwww.pflegeexperten-herzinsuffizienz.de

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Kontakt:

Oliver Deckwart, oliver.deckwart@charite.de



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05.03.2012 - Aktuelles aus den Centren

Konsituierende Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates im Projekt Fontane

Das Bild zeigt den Projektbeirat und die Konsortialpartner des Projektes Fontane

v.l.n.r Dr. K. Köhler (Charité), Prof. H. Lohmann (Lohmann Konzept), M. Scherf (getemed), Prof. Dr. H. Audebert (Charité), Dr. A. Hillekamp (DLR), Prof. Dr. C. Zugck (Universitätsklinikum Heidelberg), Prof. Dr. W. Böhmer (Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt a.D.), Dr. F. Hein (AdrenoMed), Prof. Dr. A. Polze (HPI), Prof. Dr. F. Köhler (Charité), Dr. R. Berbner (T-Systems), H. Nettlau (Telekom), K. DeBoldt (T-Systems), Dr. M. Balz (Telekom)

Neben dem Stand der technischen Entwicklungen wurden auch die Studiensynposen für die zwei klinischen Studien vorgestellt. 

Die bisherige Umsetzung des Fontane-Projektes traf auf großes Interesse und Anerkennung. Es wurden Anstöße für die spätere nachhaltige Umsetzung telemedizinischer Leistungen (z. B. Berufsbildentwicklung, Krankenkassenerstattungsleistungen) gegeben.

Der Beirat wird regelmäßig über den Fortgang des Projektes informiert. Das nächste Treffen wird planmäßig im Frühjahr 2013 in der Region Nordbrandenburg stattfinden.

 

Mitglieder des Beirates sind:

Prof. Dr. Heinrich Audebert (Leiter der Klinik für Neurologie und klinische Neurophysiologie am Campus "Benjamin Franklin"  der CharitéUniversitätsmedizin Berlin)

Dr. Manfred Balz (Vorstandsmitglied Deutsche Telekom AG, Datenschutz, Recht und Compliance)

Prof. Dr. Wolfgang Böhmer (Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt a.D.)

Prof. Heinz Lohmann (Vorsitzender Initiative Gesundheitswirtschaft e.V.)

Dr. Bernd Wegener (Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie; Vorsitzender des Aufsichtsrates der Adrenomed AG)

Prof. Dr. Christian Zugck (Universitätsklinikum Heidelberg - Innere Medizin III, Kardiologie, Angiologie und Pneumologie; Sprecher der AG Telemedizin der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie)

Links:

Öffnet externen Link im aktuellen FensterWeitere Informationen zum Projektbeirat

Kontakt:

Sandra Prescher, sandra.prescher@charite.de



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22.05.2012 - Aktuelles aus den Centren

Studiendesign der Fontane-Studie auf dem ESC - Heart Failure Congress in Belgrad vorgestellt

Im Symposium "Telemonitoring - where are we now" gab Prof. Dr. Köhler am vergangenen Sonntag Einblicke in aktuelle klinische Studien im Bereich der telemedizinischen Mitbetreuung von Herzinsuffizienz-Patienten.

Dabei wurde das Studiendesign der Telemedical Interventional Management in Heart Failure II (TIM-HF II) Studie zum ersten Mal der wissenschaftlichen Öffentlichkeit präsentiert.

Die kontrollierte, offene Studie TIM-HF II wird auf den Ergebnissen der Studie TIM-HF (NCT00543881) des Projektes Partnership for the Heart (Laufzeit 2005-2011), gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, aufbauen. 

Primäres Ziel der TIM-HF II Studie ist der Nachweis der Überlegenheit eines telemedizinischen Therapiemanagementansatzes bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz (HI) hinsichtlich HI-Hospitalisierung, Tod und Lebensqualität im Vergleich zu Standardtherapie.

Sekundäres Ziel ist der Nachweis der Gleichwertigkeit eines telemedizinischen Therapiemanagementansatzes bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz und Komorbiditäten im strukturschwachen ländlichen Raum und in der Metropolenregion.

Die TIM-HF II Studie wird im Rahmen des Projektes Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg - Fontane durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Kontakt:

Prof. Dr. Friedrich Köhler, friedrich.koehler@charite.de



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27.06.2012 - Aktuelles aus den Centren

Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin unterstützt Kampagne „Alte Handys für die Havel“

v.l.n.r. Oliver Deckwart, Prof. Dr. Friedrich Köhler (beide Charité), Sabine Lemke (NABU)

v.l.n.r. Oliver Deckwart, Prof. Dr. Friedrich Köhler (beide Charité), Sabine Lemke (NABU)

Am 27.06.2012 übergab das Team vom Zentrum für kardiovaskuläre  Telemedizin der CharitéUniversitätsmedizin Berlin mehr als 250 ausgediente Mobiltelefone an den Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) für die Kampagne „Alte Handys für die Havel“.

Der Naturschutzbund Deutschland erhält für jedes abgegebene Alt-Handy bis zu drei Euro von der E-Plus-Gruppe, die in das Naturschutzgroßprojekt Untere Havel fließen. Die Untere Havelniederung ist das größte und bedeutsamste Feuchtgebiet im Binnenland des westlichen Mitteleuropas mit mehr als 1.100 stark gefährdeten und vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten. Der Fluss soll in den kommenden zwölf Jahren wieder naturnah gestaltet werden, um in der Region Naturparadiese zu schaffen, so der NABU.

Die Mobiltelefone waren mehrere Jahre im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Partnership for the Heart“ (gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) für die telemedizinische Mitbetreuung kardialer Hochrisikopatienten in Berlin- Brandenburg und Baden-Württemberg im Rahmen der klinischen Studie „Telemedical Interventional Monitoring in Heart Failure“ eingesetzt worden. Jetzt steht bereits das nächste Projekt, „FONTANE- Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg“ (gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung) in den Startlöchern und der Platz wird für die neuste Mobilfunktechnologie benötigt.

Die ausgedienten Geräte enthalten wertvolle Rohstoffe; sie einem Recycling zuzuführen ist deshalb ein sinnvoller Beitrag zur Schonung der Umwelt und für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Links:

Link zur Kampagne des NABU:

Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhttp://www.nabu.de/aktionenundprojekte/handy/

 

Kontakt:

Oliver Deckwart, oliver.deckwart@charite.de



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26.09.2012 - Aktuelles aus den Centren

Fontane startet Informationsbesuche bei den interessierten Prüfzentren

Prof. Dr. Friedrich Köhler und Prof. Dr. Ulrich Schwantes

Prof. Dr. Friedrich Köhler und Prof. Dr. Ulrich Schwantes

In Zusammenarbeit mit dem Hausärzteverband Brandenburg e.V., der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB) und ihrer Tochtergesellschaft KV COMM und dem Kardionetz e.G.  wurden seit Mai 2012 Haus- und kardiologische Facharztpraxen in Brandenburg über das Projekt Fontane und die geplante klinischen Studie „Telemedical Interventional Management in Heart Failure II“ (TIM-HF II) informiert.

Bislang haben 104 Hausarztpraxen ihr potenzielles Interesse an einer Studienteilnahme bekundet. Wie bereits diesen Praxen angekündigt, sollen alle interessierten Praxen durch Mitarbeiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin besucht werden, um weitere Details zum Studienablauf zu besprechen.

Am 26. September 2012 wurde in Sommerfeld diese Informationsbesuche gestartet. Prof. Dr. med. Ulrich Schwantes, Vorsitzender des Hausärzteverbandes Brandenburg und Facharzt im MEDICES Gesundheitszentrum in Schwante und Sommerfeld, zeigte sich sehr begeistert von den in Einsatz kommenden Geräten bei den Patienten und der Studie: „Die Fontane-Studie ist genau richtig angelegt, um die Hausärzte bei der Betreuung der wirklich schwierigen Patienten mit Chronischer Herzinsuffizienz zu unterstützen“. Er verspricht sich eine Verbesserung der medizinischen Betreuung dieser Patienten und auch ein erhöhtes Sicherheitsgefühl der Patienten selbst.

Auch Prof. Köhler, Principal Investigator der Studie und Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin, bestätigt, dass das wichtigste Merkmal dieser Studie seine Praxisnähe ist: „Es wird keine Veränderung der Zuweisungsstrukturen und der Therapiehoheit des Hausarztes und auch nur wenig Ausschlusskriterien für eine Studienteilnahme geben“. 

Die Informationsbesuche werden über den Studienstart im Januar 2013 hinaus fortgesetzt. Eine Teilnahme an der Studie ist jederzeit möglich. Fragen zur Studie werden in der Studienzentrale in der Charité von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 9-15Uhr unter 030/ 450 514 292 beantwortet oder senden Sie das ausgefüllte Fax-Formular (pdf, 70KB) an die KV COMM.

Kontakt:

Sandra Prescher, sandra.prescher@charite.de



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29.10.2012 - Aktuelles aus den Centren

Feierliche Wiederaufstellung des restaurierten Friedrich Kraus-Denkmals

Mitarbeiter der Med. Klinik m.S. Kardiologie und Angiologie mit Gästen

Mitarbeiter der Med. Klinik m.S. Kardiologie und Angiologie mit Gästen

Anlässlich des 110. Jahrestages der Antrittsvorlesung von Professor Friedrich Kraus, Direktor der II. Medizinischen Klinik der Charité vom 1902 -1927, ehrt die Medizinische Fakultät einen der Wegbereiter der Funktionsdiagnostik in der Inneren Medizin. Am Montag, dem 29. Oktober 2012, 15:45 Uhr wird die Wiederaufstellung des restaurierten Friedrich Kraus - Denkmals am alten Standort vor dem Gebäude der Medizinischen Kliniken am Campus Charité Mitte , Virchowweg 11, feierlich begangen. Im Anschluss widmet sich die „Grand Round“ als klinikübergreifende Fortbildungsveranstaltung der Medizinischen Kliniken der Charité dem Wirken von Professor Friedrich Kraus. Gäste sind dazu herzliche willkommen.

Der Österreicher Friedrich Kraus (1858-1936) gilt als der Wegbereiter der modernen Herz-Kreislauf-Diagnostik in der Inneren Medizin. Zu den Diagnoseverfahren, die Kraus und seine Schüler in die klinische Praxis einführten, gehörten beispielsweise die Röntgendiagnostik und die Elektrokardiographie.

Daneben befasste sich Kraus mit philosophisch-psychologischen Aspekten der Medizin. Als Vertreter einer »ganzheitlichen« Therapie entwickelte er im frühen 20. Jahrhundert eine konstitutionsmedizinische Auffassung von Krankheit und Gesundheit mit und prägte damit auch seine Mitarbeiter, darunter Theodor Brugsch (Direktor der II. Medizinischen Klinik 1945 bis 1957) und Rahel Hirsch.

Während seiner 25-jährigen Amtszeit als Direktor der II. Medizinischen Klinik der Charité (1902-1927) wurde das Haus zu einer der modernsten Kliniken für Inneren Medizin mit Forschungs- und Lehrbetrieb von internationalem Rang.

Das vom Berliner Bildhauer Hugo Lederer (1871-1940) geschaffene Denkmal wurde zur Abschiedsfeier für Professor Friedrich Kraus im März 1927 errichtet. Den Zweiten Weltkrieg hatte das Denkmal nahezu unbeschädigt überstanden.  Wegen der Bauarbeiten war das Denkmal eingelagert und im Jahre 1990 wurde die Büste von ihrem Sockel entfernt und gestohlen.  Jahre später fand sich die stark beschädigte Büste zufällig wieder an.

Die Wiederaufstellung des Denkmals wurde unterstützt durch die Konsortialpartner des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BWWi) geförderten telemedizinischen Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Partnership for the Heart“ (2005-2011).

Kontakt:

Prof. Dr. Friedrich Koehler, friedrich.koehler@charite.de



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08.11.2013 - Aktuelles aus den Centren

Große Telemedizinstudie in Berlin und Brandenburg startet

Bund und Land Brandenburg fördern Projekt mit 12,5 Millionen Euro

Pressekonferenz zum Studienstart

Pressekonferenz Studienstart (vlnr: F. Köhler, U. Schwantes, W. Loos, H. Möhlmann, R.-U. Schlenker, U. Frei)

Die klinische Studie ist eine der größten Telemedizinstudien zur chronischen Herzinsuffizienz weltweit. Sie will bis 2015 erstmals untersuchen, welche Effekte eine Kombination aus ambulanter Versorgung und telemedizinischer Betreuung von Patienten mit Herzschwäche im ländlichen Raum Brandenburgs hat. Eine kontinuierliche telemedizinische Beobachtung dieser Risikopatienten könnte helfen, Verschlechterungen im Therapieverlauf frühzeitig zu erkennen, um im Notfall schneller eingreifen zu können. Ziel der Studie ist es herauszufinden, ob eine Kombination aus ambulanter und telemedizinischer Betreuung gleichwertig ist mit der Behandlung, die Patienten in der Metropole Berlin von Kardiologen erhalten.

In der Versorgungsstudie werden die Patienten nach dem Zufallsprinzip in eine Telemedizin- und in eine Kontrollgruppe aufgeteilt. Die Telemedizin-Patienten erfassen täglich von zu Hause aus ihre Daten mit einer Waage, einem EKG- und einem Blutdruckmessgerät. Ein spezielles Gerät speichert und analysiert diese Werte und leitet sie automatisch an das telemedizinische Zentrum an der Charité weiter. Dort überwachen Fachärzte und Fachpfleger die eingehenden Messdaten rund um die Uhr. Sind sie auffällig, gibt es ein abgestuftes Vorgehen: von der telefonischen Kontaktaufnahme mit dem Patienten über eine veränderte Medikation in Absprache mit den betreuenden Ärzten bis hin zur Alarmierung des Notarztes.

Prof. Dr. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité, leitet die wissenschaftliche Studie „Telemedical Interventional Management in Heart Failure II“ (TIM-HF II). Er betont: „Das Projekt ist zukunftsweisend: Die telemedizinischen Angebote nützen den Patienten und stärken gleichzeitig auch die Hausärzte, die in den dünn besiedelten Gegenden Brandenburgs ganz häufig auch Herzpatienten betreuen. Auf diese Weise wird die Qualität der Versorgung aller Patienten gesichert – unabhängig davon, ob sie in der Nähe eines Facharztes wohnen.“ Prof. Dr. Ulrich Frei, Ärztlicher Direktor der Charité, ergänzt: „Die Telemedizinstudie ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie die hausärztliche Versorgung in Brandenburg und die universitäre Forschung an der Charité ganz praxisnah und länderübergreifend zusammenarbeiten können.“

Harald Möhlmann, Geschäftsführer Versorgungsmanagement der AOK sagt dazu: „Da uns die Wissenschaft interessante, ergebnisorientierte Ideen liefert, wie die Versorgung der Patienten verbessert werden kann, setzt sich die AOK als Marktführer und größte Versorgerkasse im Nordosten dafür ein, den Weg für innovative Versorgungsprogramme frei zu machen. Dazu gehört auch, die Entwicklung dieser Programme und ihre spätere Umsetzung immer wieder an tatsächlich gemessenen positiven Effekten in der Betreuung und Versorgung unserer Versicherten auszurichten. Dabei freuen wir uns auf neue Impulse durch die Studie.“

Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Barmer GEK Dr. Rolf-Ulrich Schlenker fügt hinzu: „Gerade im ländlichen Raum müssen wir die medizinische Versorgung flexibler gestalten und von der arztzentrierten Präsenzmedizin wegkommen. Das entlastet die Ärzteschaft und fördert die sektorübergreifende Vernetzung. Eine Schlüsselrolle spielt dabei sicherlich der verstärkte Einsatz medizinischer Fachkräfte – Stichwort Delegation ärztlicher Leistungen. Ob auch die gezielte Anwendung von Telemonitoring dabei behilflich ist, Versorgungslücken zu schließen, wird hoffentlich diese Studie klären"

Das Projekt „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Darüber hinaus hat das Land Brandenburg aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) die technische Entwicklung des in der Studie verwendeten Telemedizinsystems unterstützt. Konsortialpartner sind die Deutsche Telekom-Tochter T-Systems, die getemed Medizin- und Informationstechnik AG, das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik GmbH Potsdam und die Thermo Fisher Scientific (Brahms GmbH) Hennigsdorf.

Links:

Projekt „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“
Öffnet externen Link im aktuellen Fensterwww.gesundheitsregion-fontane.de

Studie “Telemedical Interventional Management in Heart Failure II” (TIM-HF II)
Öffnet externen Link im aktuellen Fensterwww.fontane-studie.de

Kontakt:

Uwe Dolderer
Leiter des Geschäftsbereichs Unternehmenskommunikation
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400
presse@charite.de



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18.07.2014 - Aktuelles aus den Centren

Bundestagsabgeordnete Dr. Katja Leikert besucht das Telemedizinzentrum

Dr. Katja Leikert, MdB, lässt sich das telemedizinische Mitbetreuungskonzept erklären (c) Dr. Carsten Michels/ Deutscher Bundestag

Dr. Katja Leikert, MdB, lässt sich das telemedizinische Mitbetreuungskonzept erklären (c) Dr. Carsten Michels/ Deutscher Bundestag

Die Bundestagsabgeordnete Frau Dr. Katja Leikert, MdB besuchte am 24. Juni das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité. Ausführlich ließ sie sich das Versorgungskonzept der telemedizinischen Mitbetreuung bei kardiovaskulären Hochrisiko-Patienten vorstellen. Professor Köhler präsentierte ihr neben dem telemedizinischen Arbeitsplatz für das medizinische Personal auch die Messgeräte beim Patienten. Als Mitglied des Gesundheitsausschusses möchte sich Frau Dr. Leikert weiter „dafür einsetzen, dass ausgewählte telemedizinische Leistungen bundesweit in die Versorgung aufgenommen werden. Telemedizin birgt ein großes Potenzial zur Verbesserung der medizinischen Versorgung.“ Das Fontane-Projekt sieht sie dabei als einen wichtigen Schritt im Bereich der Versorgungsforschung an. „Die Fontane-Studie ist ein hochinteressantes Projekt zum Nachweis des Patientennutzens – in einem zuvor in Deutschland nicht durchgeführten Umfang. Ich wünsche Herrn Professor Köhler und seinem Team viel Erfolg bei der Umsetzung.“

Telemedizin wird auch im Koalitionsvertrag eine herausragende Bedeutung zugeschrieben. Die TIM-HF Studie des Fontane-Projektes möchte den Nachweis der Überlegenheit eines telemedizinischen Therapiemanagementansatzes bei Risikopatienten mit chronischer Herzinsuffizienz hinsichtlich ungeplanter kardiovaskulärer Hospitalisierungen und Tod im Vergleich zu konventioneller Betreuung bei optimaler leitliniengerechter medikamentöser Therapie in der Einschätzung des betreuenden Arztes in beiden Studienarmen. Erste Ergebnisse werden 2016 erwartet.




Kontakt:

Prof. Dr. Friedrich Köhler, friedrich.koehler@charite.de



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19.06.2015 - Aktuelles aus den Centren

Treffen der Prüfzentren der Fontane-Studie in Berlin

Investigatortreffen der TIM-HF II Studie (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Investigatortreffen der TIM-HF II Studie (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Am 19.06.2015 wurde am Campus Mitte der Charité das Investigatortreffen der TIM-HF II Studie (Fontane-Studie) durchgeführt. Die mehr als 80 Gäste aus den an der Studie beteiligen Prüfzentren erhielten einen Eindruck des aktuellen Forschungsstandes bei kardiovaskulärer Telemedizin als auch zum Rekrutierungsstand der klinischen Studie TIM-HF II. Gemeinsam wurde in drei Workshops über Probleme in der Studiendurchführung, organisatorischen Aufwand und Strategien zur einfacheren Rekrutierung von Patientinnen und Patienten diskutiert.

Im Workshop für Pflegende und Telemedizinische Assistentinnen lag der Fokus auf der Weiterentwicklung patientenorientierter Lösungen in den Themengebieten: Schulung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz, Maßnahmen im Rahmen des individuellen Studienendes sowie technische Fragen im Umgang mit den telemedizinischen Messgeräten.

Gemeinsam erarbeiteten die Teilnehmer praktikable Maßnahmen und passten Prozesse dem Schulungskonzept der TIM-HF II Studie an.

Der Workshops für die Prüfärzte und die Study Nurses konzentrierte sich auf organisatorische Abläufe im Screening und rekrutieren von Patientinnen und Patienten. Fragestellungen waren u.a. wie das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin die Prüfzentren in Ihrer Arbeit unterstützen kann, aber auch welche Fehler beim Ausfüllen der CRF-Bögen häufig passieren und nachfragen seitens des Koordinierungszentrum für klinische Studien Leipzig generieren.

Im Anschluss wurde das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin durch alle Teilnehmenden besichtigt und die Geräte beim Patienten vorgestellt.

Den Abschluss bildete eine gemeinsame Bootsfahrt auf der Spree durch das abendliche Berlin.

Kontakt:

Sandra Prescher, sandra.prescher@charite.de



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03.10.2015 - Aktuelles aus den Centren

Schulungskonzept bei Telemedizin beim Dreiländertreffen Herzinsuffizienz 2015 vorgestellt

Oliver Deckwart präsentierte das Poster auf dem Kongress.

Oliver Deckwart präsentierte das Poster auf dem Kongress.

Das Poster mit dem Titel "Pflegegeleitete Patientenschulungen in der Häuslichkeit für die telemedizinische Mitbetreuung bei chronischer Herzinsuffizienz" beschäftigt sich mit einer Zwischenanalyse der bisher im Rahmen der TIM-HF II Studie durchgeführten Patientenschulungen. Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass die Patientenschulung in der Häuslichkeit optimale Voraussetzungen für eine patientenorientierte telemedizinische Mitbetreuung bei chronischer Herzinsuffizienz schafft.

Unser Leiter des Patienten- und pflegemanagement Oliver Deckwart stellte das Poster vor. Weitere Autoren sind Gunnar Fiß, Judith Schleder, Matthias Kurz sowie Friedrich Köhler.

Kontakt:

Oliver Deckwart, oliver.deckwart(at)charite.de



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23.11.2015 - Aktuelles aus den Centren

Poster beim 2. Internationalen Symposium der BAG Pflegeexperten Herzinsuffizienz ausgezeichnet

Oliver Deckwart präsentierte das Poster und erhielt dafür den 2. Posterpreis der BAGPH e.V.

Oliver Deckwart präsentierte das Poster und erhielt dafür den 2. Posterpreis der BAGPH e.V.

Das Poster "Pflegegeleitete Patientenschulungen und vernetzte Zusammenarbeit im Kontext telemedizinischer Mitbetreuung bei chronischer Herzinsuffizienz" über die Zusammenarbeit der Pflege- und Assistenzfachkräfte in der TIM-HF II Studie wurde beim 2. Internationalen Symposium der BAG Pflegeexperten Herzinsuffizienz am 21.11.2015 in Lingen präsentiert und mit dem 2. Posterpreis ausgezeichnet.

Im Rahmen der TIM-HF II Studie schulen qualifizierte Pflege- und Assistenzfachkräfte die Patienten in ihrer Häuslichkeit. Das Poster beschreibt die vernetzte Zusammenarbeit von Pflegenden im Telemedizinischen Zentrum an der Charité mit Pflegenden in entfernten Regionen. Insbesondere wird dargestellt, wie die Pflege- und Assistenzfachkräfte auf diese anspruchsvolle Aufgabe vorbereitet werden.

Die Autoren sind: Oliver Deckwart, Gunnar Fiß, Judith Schleder, Matthias Kurz und Friedrich Köhler

Links:

Programm und weitere Informationen: Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhttp://www.pflegeexperten-herzinsuffizienz.de/24.html

Kontakt:

Oliver Deckwart, oliver.deckwart(at)charite.de



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04.02.2016 - Aktuelles aus den Centren

Arte Themenabend: "Unser Leben, unsere Daten, unsere Zukunft"

(c) Cinecentrum/Ole Jürgens - Professor Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin der Charité Berlin, betreut Patienten telemedizinisch mit.

(c) Cinecentrum/Ole Jürgens - Professor Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin der Charité Berlin, betreut Patienten telemedizinisch mit.

Der Arte Themenabend stellt u.a. die Arbeit unseres Telemedizinzentrums vor. Weitere Themen sind die Betreuung von Schlaganfallpatienten per Web-Cam, Medizintechnik von morgen und Fitness Armbänder.

Links:

Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhttp://www.arte.tv/guide/de/062447-000/der-digitale-patient#details-crew

Kontakt:

Sandra Prescher, sandra.prescher@charite.de



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15.04.2016 - Aktuelles aus den Centren

Krankenpflegeschüler besuchen unser Telemedizinzentrum

Schüler der Krankenpflegeschule Scheinfeld im TMZ (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Schüler der Krankenpflegeschule Scheinfeld im TMZ (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Am Ende ihrer Krankenpflegeausbildung besuchten Schüler der Krankenpflegeschule Krankenpflegeschule Scheinfeld gemeinsam mit ihren Lehrkräften das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin.

Zu Beginn stellte der ltd. Pflegeexperte Herr Oliver Deckwart in einem Impulsreferat die Aufgaben des Zentrums und insbesondere die Rolle der Pflegenden im telemedizinischen Setting dar.

Anschließend hatten alle die Möglichkeit sich selbst ein Bild von den telemedizinischen Messgeräten, dem telemedizinischen Arbeitsplatz und der elektronischen Patientenakte zu machen.

Dabei wurden neben Fragen zur Patientenbetreuung vor allem Fragen zu Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten bzw. den Tätigkeitsvoraussetzungen wie auch Kompetenzen der Pflegenden im Zentrum diskutiert.

Kontakt:

Wenn Sie das Berufsbild des "Telemedizinischen Assistenten" kennenlernen und unser Telemedizinzentrum besuchen wollen, kontaktieren Sie bitte Herrn Oliver Deckwart.



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04.06.2016 - Aktuelles aus den Centren

Prof. Friedrich Köhler und Oliver Deckwart stellen telemedizinische Mitbetreuung auf der Nurseakademie Herzinsuffizienz vor

Impressionen von der Nurseakademie (c) Oliver Deckwart

Impressionen von der Nurseakademie (c) Oliver Deckwart

Prof. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin und Herr Oliver Deckwart, Leitender Pflegeexperte für Herzinsuffizienz, stellten telemedizinischen Mitbetreuung bei Herzinsuffizienz vor. Der Fokus des Vortrags von Prof. Köhler war der aktuelle Forschungsstand bei invasiven und nicht-invasiven Betreuungskonzepten. Oliver Deckwart stellte die Anforderungen und Herausforderungen bei Weiterbildungsmöglichkeiten zur Herzinsuffizienz für Pflege- und Assistenzpersonal speziell im Bereich der Telemedizin dar.

 

 

Kontakt:

Oliver Deckwart, Oliver.deckwart(at)charite.de



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19.07.2016 - Aktuelles aus den Centren

Delegation der französischen Botschaft besucht Telemedizinzentrum

Michèle Delaunay besucht Telemedizinzentrum (C) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Michèle Delaunay besucht Telemedizinzentrum (C) Charité - Universitätsmedizin Berlin

Am 19.07.2016 besuchte Frau Delaunay, Mitglied der Französischen Nationalversammlung (Assemblée Nationale) für Gironde (2nd constituency) zusammen mit Vertretern des Botschaftsrat für Sozialpolitik der französischen Botschaft das Zentrum für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité. Frau Michèle Delaunay ist Onkologin und ehemalige französische Ministerin für Senioren und Autonomie (2012-2014). Als Berichterstatterin des Gesetzes zur Finanzierung der französischen Sozialen Sicherheit (Sécurité Sociale) im Auftrag der Assemblée Nationale interessiert sich Frau Delaunay für digitale Medizin und Innovation.

Nach einer kurzen Einführung in den aktuellen Forschungsstand zu telemedizinischer Mitbetreuung bei Herzinsuffizienz, führte Prof. Köhler sie durch das Telemedizinzentrum. Die französische Delegation gewann wichtige Einblicke in die tägliche Arbeit von telemedizinisch tätigen Fachärzten und Fachpflegern.

 

 

 

 

 

 

Kontakt:

Prof. Köhler, Friedrich.koehler(at)charite.de



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07.10.2016 - Aktuelles aus den Centren

Schwedisches Königspaar besucht Charité

E-Health im Fokus des Interesses

Prof. Dr. Friedrich Köhler (l.) präsentiert die Fortschritte in der Telemedizin. Foto: Charité/Wiebke Peitz

Prof. Dr. Friedrich Köhler (l.) präsentiert die Fortschritte in der Telemedizin. Foto: Charité/Wiebke Peitz

Royaler Staatsbesuch an der Charité: Königin Silvia und König Carl Gustaf XVI. haben sich heute im Rahmen ihres Staatsbesuchs in Deutschland über das Thema E-Health an der Charité informiert. Während ihres viertägigen Deutschlandaufenthalts ist die Berliner Universitätsmedizin ihre einzige Station mit medizinischem Schwerpunkt.

Der Charité-Vorstand begrüßte das Königspaar. Prof. Dr. Karl Max Einhäupl, Vorstandvorsitzender der Charité, zeigte sich erfreut: „Der Besuch von Königin Silvia und König Carl Gustav XVI. und ihr Interesse an unserer Forschung ehrt uns sehr. Gern präsentieren wir neueste Entwicklungen aus unseren wissenschaftlichen Projekten.“ Es ist für beide Seiten ein spannender Erfahrungsaustausch, denn Schweden gilt beim Thema E-Health als weltweit führend.
 
In der historischen Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité wurden drei Fachvorträge von Referenten der Charité, des Karolinska-Instituts und des Berliner Instituts für Gesundheitsforschung / Berlin Institute of Health (BIH) gehalten. Ausführlich vorgestellt wurde das telemedizinische BMBF-Forschungsprojekt Fontane, bei dem die Charité deutschlandweit die medizinische Mitbetreuung von Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz übernimmt. Dabei wird die räumliche Distanz zwischen Patienten und Therapeuten mithilfe von Mobilfunk und Internet überbrückt. Das Königspaar zeigte sich während des zweistündigen Besuchs an der Charité sehr interessiert an dem Projekt.

Kontakt:

Uwe Dolderer
Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher
CharitéUniversitätsmedizin Berlin
t: +49 30 450 570 400
presse(at)charite.de



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31.10.2016 - Aktuelles aus den Centren

Third European Congress on eCardiology and eHealth mit Teilnehmern aus mehr als 40 Ländern

Impressionen vom Kongress: 1. Bild - Vorstellung TIM-HF II durch Prof. Dr. Friedrich Köhler, 2. Bild - Session zum Patient Empowerment mit Oliver Deckwart, 3. Bild - Vorstellung Studie…

Impressionen vom Kongress: 1. Bild - Vorstellung TIM-HF II durch Prof. Dr. Friedrich Köhler, 2. Bild - Session zum Patient Empowerment mit Oliver Deckwart, 3. Bild - Vorstellung Studie Aktivitätsmonitoring durch Dr. Christoph Schöbel. (Fotos: Sandra Prescher/ Charité - Universitätsmedizin Berlin)

Vom 26.-28.10.2016 fand zum dritten Mal der Öffnet externen Link im aktuellen FensterEuropäische Kongress zu eCardiology und eHealth statt. Über 450 Gäste aus 43 Ländern besuchten den 3-tägigen Kongress in Berlin um sich zu neusten Entwicklungen im Bereich von Telekardiologie und elektronischen Gesundheitsdienstleistungen und -technologien zu informieren und mit Experten zu diskutieren.

Auch das Team des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin war in Vorbereitung und Durchführung dieses erfolgreichen Kongressen, dass von mehreren Arbeitsgruppen und Assoziationen der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) unterstützt wurde, beteiligt. So erhielten mehr als 30 Teilnehmer am 1. Kongresstag theoretische und praktische Einblicke in die Arbeit im Telemedizinzentrum. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Organisation und Arbeitsweise der eigenständigen Abteilung im Bereich einer kardiologischen Klinik.

In der Hauptsitzung „Clinical Evidence and Ongoing Trials for Remote Patient Management in Heart Failure”, die gemeinsam mit der Heart Failure Association des ESC durchgeführt wurde, stellte Prof. Friedrich Köhler die Fontane-Studie TIM-HF II vor. Gemeinsam mit den Leitern der Studien IN-TIME (PD Dr. Nikolaos Dagres/ Prof. Hindricks, Deutschland,), CHAMPION Trial (Dr. Brent Lampert/ Prof. Abraham USA) und INH (Prof. Dr. Christiane Angermann, Deutschland) wurden neueste Entwicklungen bei randomisierten klinischen Studien zur telemedizinischen Mitbetreuung herzinsuffizienter Patienten erstmals gemeinsam in einer Sitzung präsentiert.

Parallel führte unser Leiter des Patienten- und Pflegemanagements, Oliver Deckwart, gemeinsam mit Professor Lis Neubeck von der Edinburgh Napier University (UK) durch die Session “eHealth and Patient Empowerment”. Diese Session wurde gemeinsam mit dem Council on Cardiovascular Nursing and Allied Professions durchgeführt. In mehreren Vorträgen wurden die technischen und organisatorischen Unterstützungsmöglichkeiten von Pflegefachkräften zur Stärkung des Selbstmanagements bei Patienten vorgestellt und mit dem Auditorium diskutiert.

Dr. Christoph Schöbel hielt einen Vortrag über telemedizinisches Aktivitätsmonitoring. Frau Sandra Prescher und Dr. Christoph Schöbel sind die Erstautoren dieser Arbeit, die parallel zum Vortrag online im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlicht wurde.

 

 

Kontakt:

Sandra Prescher, Sandra.prescher(at)charite.de



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25.01.2017 - Aktuelles aus den Centren

Leuchtturm-Projekt "Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg - Fontane" - mit Roland Gutsch Project Management Award der GPM geehrt

Preisverleihung Roland Gutsch Management Award (c) GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. / Foto: www.paulhahn.de

Preisverleihung Roland Gutsch Management Award (c) GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V. / Foto: www.paulhahn.de

Kann Telemedizin Leben retten? Bringt eine solche zusätzliche Überwachung von Patienten, besonders in strukturschwachen Regionen, Vorteile – gar eine finanzielle Entlastung des Gesundheitssystems? Das Projekt „Gesundheitsregion der Zukunft Nordbrandenburg – Fontane“ hat es sich zum Ziel gesetzt, diese Fragen zu beantworten. Ein genauer Blick auf den Preisträger des Roland Gutsch Awards 2016 …

Weit mehr als eine Millionen Menschen leiden an chronischer Herzinsuffizienz. Verschlechtert sich die Erkrankung, erkennen Betroffene dies oftmals erst, wenn es schon zu spät ist. Eine Tatsache, die besonders auf dem Land kritisch ist, wo Hausärzte die Herzkranken lediglich „mitbetreuen“.
Abhilfe schaffen könnte ein von Prof. Dr. Friedrich Köhler, Leiter des Zentrums für kardiovaskuläre Telemedizin an der Charité Berlin, entwickeltes „Frühwarnsystem“: Durch die telemedizinische Erfassung von Gesundheitswerten können Veränderungen erkannt, die Therapie angepasst – und ein teurer Krankenhausbesuch womöglich vermieden werden.
In dem wegweisenden Projekt wurde das Frühwarnsystem im nächsten Schritt an 1500 Patienten getestet. Ist eine Verknüpfung aus ambulanter und telemedizinischer Betreuung genauso gut wie die Behandlung in Metropolen? Die weltweit größte wissenschaftlich randomisierte, klinische Studie soll die Telemedizin in Deutschland entscheidend vorantreiben: „Der hohe wissenschaftliche Aufwand, den Nutzen von Telemedizin nachzuweisen war bisher eine der größten Hürden in Deutschland. Wir sind uns sicher, dass wir den Nutzen nun sichtbar machen können.“, so Köhler.
Täglich erfassen die Studienteilnehmer zu Hause Gewicht, Herztöne und Blutdruck. Ein Gerät übermittelt die Daten automatisch an das Fachpersonal im telemedizinischen Zentrum der Charité, welches die Daten rund um die Uhr überwacht. Bei Auffälligkeiten kann das „ambulante Viereck“ – bestehend aus Patient, Hausarzt, Facharzt und kardiovaskulärem Zentrum sofort reagieren.


Projektmanagement par excellence

Zwei Bundesministerien (BMBF und BMWi), Forschungsinstitute, mittelständische und große Unternehmen, die Charité, die AOK Nordost und die BARMER GEK und ein Team aus verschiedensten Köpfen - das Stakeholdermanagement im Projekt Fontane ist sehr anspruchsvoll: Fontane ist ein hervorragendes Beispiel für exzellente ressortübergreifende Governance von komplexen Projekten. Bis es zu dieser reibungslosen Zusammenarbeit kommen konnte, vergingen 15 Jahre kontinuierlicher Projektentwicklung. In dieser Zeit leisteten Professor Köhler und sein Team nicht nur viel technischen Invest, sondern vor allem viel Überzeugungsarbeit: Denn Ärzte sehen Erhebungen und Evaluationen meist äußerst kritisch. Bei vergleichbaren Projekten waren die Projektleiter durchweg Ingenieure – und scheiterten an den ärztlichen Mentalitäten. Die Wahl eines Arztes als Projektleiter für  Fontane, war deshalb ein Schlüssel zum Erfolg des Projektes. Ebenso bemerkenswert ist die intensive Analyse, die für Prof. Köhler am Anfang stand: „Erst die penible Vorarbeit überzeugte mich, dass ich das Projekt selbst erfolgreich führen kann.“ Zudem sind die vielen verschiedenen Stakeholder – angefangen bei zwei Bundesministerien, verschiedenen Unternehmen und Krankenkassen, eine weitere Herausforderung des Projekts Fontane.

Das Projekt läuft zwar noch bis zum Jahre 2018, doch schon jetzt ist Professor Köhler der Mission „to keep the patient alive and out oft he hospital“ sehr viel näher gekommen. Nicht zuletzt weil dank ihm die Telemedizin zu einem festen Bestandteil der Arztausbildung an der Charité geworden ist.

Kontakt:

GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e. V.
Tel.: +49 911 433369-0
Fax: +49 911 433369-99
E-Mail: presse(at)gpm-ipma.de



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21.10.2017 - Aktuelles aus den Centren

Poster über die Weiterbildungsmöglichkeiten zur Herzinsuffizienz für Pflege- und Assistenzfachkräfte erhielt Posterpreis

Posterpräsentation (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin/Gunnar Fiss

Posterpräsentation (c) Charité - Universitätsmedizin Berlin/Gunnar Fiss

Das Poster "Weiterbildungsmöglichkeiten zur Herzinsuffizienz für Pflege- und Assistenzfachkräfte" (Vocational Training Opportunities in Heart Failure Care for Nursing Staff in Germany) wurde beim 3. Internationalen Symposium der Pflegeexperten Herzinsuffizienz am 21.10.2017 in Nürnberg mit dem 2. Posterpreis der BAGPH e.V. ausgezeichnet.

Auf dem Poster gibt der Autor, Oliver Deckwart, einen Überblick über die beiden seit 2009 in Anlehnung an des Curriculum der ESC angebotenen Weiterbildungen zur Herzinsuffizienzschwester/-pfleger (DZHI Würzburg) bzw. Pflegeexpertin/-e Herzinsuffizienz (DGGP Essen).

Außerdem werden die aktuellen Fort- und Weiterbildungen für Medizinische Fachangestellte zur Herzinsuffizienz vom DZHI in Würzburg und zur Kardiologie von der LÄK Hessen in Zusammenarbeit mit der Kardiologen-Plattform Hessen und dem BNK in Bad Nauheim dargestellt.

Der Autor engagiert sich seit Jahren für die Qualifizierung von Pflege- und Assistenzfachkräften zur Herzinsuffizienz und ist selbst als Dozent in einer der Weiterbildungen tätig.

Link zum Programm des Internationalen Symposiums: Öffnet externen Link im aktuellen Fensterhttp://www.pflegeexperten-herzinsuffizienz.de/16.html

Kontakt:

Dipl.-Pflegew. (FH) Oliver Deckwart, RN, MScN, FESC

Deckwart

Pflegeexperte APN, Leitung Patienten- und Pflegemanagement

t: +49 30 450 614 299

f: +49 30 450 514 942



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