23.01.2018 - Aktuelles aus den Centren

EU-Gesundheitskommissar trifft sich zu ERN-Fachgespräch an der Charité und besucht Telemedizinzentrum

Vytenis Andriukaitis (li.) informiert sich bei Prof. Friedrich Köhler über die Möglichkeiten der Telemedizin, Foto: Charité

Vytenis Andriukaitis (li.) informiert sich bei Prof. Friedrich Köhler über die Möglichkeiten der Telemedizin, Foto: Charité

23.01.2018 – Im Rahmen einer Fachveranstaltung haben der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Ulrich Frei und der Dekan Prof. Dr. Axel Radlach Pries am 18. Januar den EU-Gesundheitskommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit Vytenis Andriukaitis an der Charité begrüßt. Im CharitéCrossover (CCO) am Standort Mitte traf sich der EU-Amtsträger mit den vier deutschen Koordinatoren der Europäischen Referenznetzwerke für seltene Erkrankungen (ERN) sowie dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Gesundheit Lutz Stroppe und Vertretern der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Gemeinsam sprachen sie darüber, wie das medizinische Fachwissen über seltene Erkrankungen grenzüberschreitend in der Europäischen Union geteilt und die Versorgung von betroffenen Patientinnen und Patienten weiter verbessert werden kann.

„Wir freuen uns sehr, dass die Experten der Europäischen Referenznetzwerke für seltene Erkrankungen die Charité als traditionsreichen Ort der Wissenschaft und Gesundheit ausgewählt haben, um über neue Lösungsansätze und ein gelungenes Zusammenwirken zu sprechen“, leitete Prof. Frei das Fachgespräch ein. „Wir begrüßen es sehr, dass ein Thema von solch wissenschaftlicher Relevanz unter dem Dach der Charité diskutiert wird“, ergänzte Prof. Pries das Grußwort an die Gäste. „Ich bin begeistert, dass wir heute an so einem geschichtsträchtigen Ort zusammenkommen, um gemeinsam für wichtige gesundheitspolitische Belange in ganz Europa einzutreten“, äußerte der EU-Gesundheitskommissar bei seinem ersten Besuch an der Charité. Die Europäischen Referenznetzwerke für seltene Erkrankungen – darunter seltene neurologische sowie erbliche Stoffwechselerkrankungen, oder auch seltene Nieren- und Lungenerkrankungen – stellten im Rahmen des Treffens ihre Organisation und Methoden vor. Welche Unterstützung die Digitalisierung für die tägliche Arbeit der Netzwerker bereithält, war ebenfalls ein Gesprächsbestandteil der Fachveranstaltung.

Im Anschluss konnten sich die Gäste bei einem Besuch bei Prof. Dr. Friedrich Köhler, Leiter der Telemedizin, selbst ein Bild von digitalen Möglichkeiten im medizinischen Handlungsfeld machen. Prof. Köhler präsentierte den Besuchern zunächst das Konzept sowie die technischen Grundlagen der Telemedizin. Ein gemeinsamer Besuch in einem Monitoringraum veranschaulichte zudem, wie medizintechnisches Equipment und Software dem Expertenteam dabei helfen, täglich die Daten mehrerer hundert Patienten aus dem gesamten Bundesgebiet auszuwerten.

Besonders beeindruckt zeigte sich Vytenis Andriukaitis, der in seiner Laufbahn selbst als Kardiochirurg tätig war, von den vielzähligen Vitalparametern, die den Fachleuten in kürzester Zeit ein genaues Bild vom Zustand des Patienten geben. Die Möglichkeiten der Telemedizin helfen im Bedarfsfall dabei, aus der Ferne Leben zu retten.

Quelle: Charité - Universitätsmedizin Berlin, 2018

Kontakt:

Prof. Dr. Friedrich Köhler, friedrich.koehler@charite.de



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