Klinische Studie TIM-HF

Das TIM-HF Studiendesign (multizentrisch, randomisiert, prospektiv, offen, parallel, kontrolliert) entspricht internationalen Standards. Es handelt sich um eine der größten randomisierten klinischen Telemedizin-Studie zur chronischen Herzinsuffizienz. Ziel der Studie ist die Evaluation des medizinischen und ökonomischen Nutzens einer telemedizinischen Betreuung für Patienten mit Herzschwäche. Damit sollen auch die Voraussetzungen für einen Antrag zur Aufnahme in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen („Telemedizin auf Rezept“) geschaffen werden.

Nach Vorliegen erster Ergebnisse konnte im Rahmen des PfH Projektes nachgewiesen werden, dass telemedizinisch betreute Patienten deutlich an Lebensqualität hinzugewinnen. Bei Hochrisikopatienten wird sogar eine geringere Sterblichkeit erzielt. Bei nicht depressiven Patienten mit ausreichender Herzleistung, die in den vorangegangenen zwei Jahren aufgrund einer Dekompensation im Krankenhaus behandelt wurden, ergab sich eine Halbierung der Sterblichkeit (Mortalität) an Herz-Kreislauferkrankungen gegenüber der Kontrollgruppe. TIM-HF definiert damit erstmalig genau jene Patientengruppen mit chronischer Herzinsuffizienz, die am stärksten von telemedizinischer Betreuung profitieren.

Bei den Patienten stieß die telemedizinische Betreuung auf große Akzeptanz und führte zu einer höheren Lebensqualität. Dies konnte durch regelmäßige standardisierte Patientenbefragungen statistisch nachgewiesen werden. Neben dem hohen Gefühl der Sicherheit konnten die Patienten in ihrer häuslichen Umgebung im gewohnten sozialen Umfeld bleiben. Positiv wurde die Betreuung auch von den Patienten im ländlichen Raum gesehen, die sonst lange Anfahrten zum behandelnden Arzt bewerkstelligen mussten.

Weitere Informationen zum Studiendesign und den Studienergebnissen finden Sie unter Publikationen.