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ResKriVer

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ResKriVer

Das Projekt "ResKriVer – Kommunikations- & Informationsplattform für resiliente, krisenrelevante Versorgungsnetze" wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs “Künstliche Intelligenz und vernetzte Datentechnologien für infektiologische und andere die Wirtschaft bedrohende Krisen“ gefördert. Ziel des Projekts ResKriVer ist die Entwicklung einer digitalen Plattform zur Erhebung, Dokumentation und Analyse von Informationen über Versorgungsnetze von krisen-relevanten Gütern und Ressourcen. Mit Hilfe von ResKriVer soll zum einen die Resilienz dieser Netzwerke im Krisen- und Katastrophenfall gestärkt werden, zum anderen soll die Plattform die Kommunikation mit der Bevölkerung und von Krisenstäben verbessert werden.

Im Rahmen der dreijährigen Laufzeit ist initial die Entwicklung von fünf Demonstratoren geplant, die die Plattform im Kontext der Versorgung mit substituierbaren Gütern und Ressourcen, der Versorgung mit Blutkonserven, der präklinischen Notfallmedizin, großflächigen und lang anhaltenden Bränden und bei der Unterstützung der Arbeit von Krisenstäben demonstrieren sollen. Das ResKriVer-Konsortium ist offen und interessiert, weitere Krisen- und Katastrophen-relevante Szenarien insbesondere im Kontext industrieller Anwendungen zu betrachten und ein umfassenderes Ökosystem, um den Kern der Anwendungspartner und Technologie-Providern, aufzubauen.

In der Charité wird das Projekt durch den Arbeitsbereich Kardiovaskuläre Telemedizin (Ansprechpartner + Charité-Projektleiter: Prof. Dr. Friedrich Köhler) und das Institut für Transfusionsmedizin (Ansprechpartner: Prof. Hans Bäumler) umgesetzt. Speziell werden zwei Usecases durch die Charité bearbeitet:

1. Präklinische Notfallmedizin unter Nutzung von Telemedizin bei Patientinnen und Patienten mit lebensbegrenzenden chronischen Erkrankungen (z.B. kardiovaskuläre oder onkologische Erkrankungen) und dringlichem Bedarf für operative Eingriffe der Maximalversorgung bei krisenbedingt eingeschränkten Behandlungskapazitäten:

Ziel: Die Sicherung einer adäquaten Zuweisung von Patient*innen mit chronischen, lebensbegrenzenden Erkrankungen und hoher Operationsdringlichkeit in einem Krankenhaus der Maximalversorgung (z.B. kardiovaskuläre oder onkologische Erkrankungen) unter Krisenbedingungen. Bei pandemie- oder katastrophenbedingt beschränkten Ressourcen für diese Eingriffe befinden sich diese Patientinnen und Patienten unbehandelt zu Hause und werden auf einer Warteliste geführt. Mit einem intelligenten, telemedizinisch unterstützten Management soll bei diesen wartenden Patientinnen und Patienten eine pandemie- oder katastrophenbedingte Übersterblichkeit vermieden werden. 

Kontakt Charité: Prof. Dr. Friedrich Köhler (E-Mail: friedrich.koehler(at)charite.de)

2. Versorgung mit Blutkonserven: 

Ziel: Sicherung einer adäquaten Ressourcenvorhaltung in einem Notfallgebiet und intelligente Zuteilung von Blutprodukten an Krankenhäuser der Maximalversorgung für pandemie- oder katastrophenbedingte Notfallsituationen sowie die Sicherung der Blutversorgung in Zeiten mit relevantem Mangel an Blutspendern (z.B. Ferienzeiten oder in sommerlich-heißen Monaten). Hierfür wird ein Konzept für eine mobile Spendeeinrichtung zusammen mit dem assoziierten Partner S-Bahn Berlin sowie für einen Drohnen-basierten Transport von Blutproben erarbeitet. Weiterhin wird eine App zur Ansprache und zeitlich und räumlicher Steuerung von Blutspenderinnen und Blutspendern entwickelt.

Kontakt: Prof. Dr. Hans Bäumler

 

Konsortialführer ist Prof. Dr. Thomas Hoppe vom Fraunhofer-Institut FOKUS (Data Analytics Center (DANA), Visual Computing (VISCOM), E-Mail: thomas.hoppe(at)fokus.fraunhofer.de)

Weitere Projektpartner: