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Telemedizinische Mitbetreuung

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Telemedizinische Mitbetreuung

Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und den hohen Kosten stationärer Betreuung, ergibt sich, als neues Betreuungsziel, den Anteil der Patientinnen und Patienten, die ambulant betreut werden können, zu steigern.
Seit zehn Jahren spielt hierbei Telemedizin eine große Rolle. Der Grundgedanke besteht darin, dass durch die Übertragung von Vitalparametern eine frühe Dekompensation im Sinne eines Frühwarnsystems rechtzeitig erkannt wird und gegebenenfalls noch ambulant betreut werden kann.Aktuelle klinische Studien (TEHAF, TIM-HF, CHAMPION, TELE-HF, TIM-HF2, OSICAT) haben gezeigt, dass Telemedizin ein sinnvolles Instrument der Patientenführung für Patientinnen und Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz in einem bestimmten Stadium der Erkrankung und für eine bestimmte Dauer ist. Die TIM-HF2 Studie konnte 2018 erstmalig nachweisen, dass Patientinnen und Patienten, die 24/7 telemedizinisch mitbetreut werden, weniger lang und häufig im Krankenhaus sind und eine geringere Sterblichkeitsrate in diesem Jahr der Betreuung haben. Weitere Informationen zu dieser Studie können SIe hier nachlesen: Pressemitteilung Studienergebnisse TIM-HF2
Das Ereignis einer kardialen Dekompensation definiert den Bedarf einer telemedizinischen Mitbetreuung für mindestens die nächsten zwölf Monate. Dies betrifft in Deutschland etwa 150.000 bis 200.000 Patienten jährlich.

Wesentlich ist neben dem eingesetzten Monitorsystem auch die Struktur der telemedizinischen Betreuung durch fachärztliches und fachpflegerisches Personal. Hier spielt insbesondere die Zusammenarbeit mit niedergelassenen Haus- und Fachärzten eine wesentliche Rolle. Telemedizin kann nur dann die positiven Effekte nachweisen, wenn diese nicht in Konkurrenz sondern als Ergänzung der Präsenzmedizin fungiert.