Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen

Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen treten in 6-8% aller Schwangerschaften auf. Die Ursachen für eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung sind derzeit nicht eindeutig geklärt. Eine zentrale Rolle für die Entstehung von Präeklampsie spielt der Mutterkuchen (Plazenta). Eine gestörte Plazentaentwicklung ist der Hauptrisikofaktor für die Entwicklung des Krankheitsbildes. Einen ersten Hinweis auf das Vorliegen einer solchen Plazentastörung ist ein dopplersonografisch erhöhter Flusswiderstand in der A. uterina. Diese Untersuchung wird meist im Rahmen der Feindiagnostik in 22-24 SSW durchgeführt. Doch nicht jede Frau mit einem veränderten Doppler wird später eine Präeklampsie oder andere hypertensive Schwangerschaftserkrankung entwickeln.

Bie hypertensiven Schwangerschaftserkrankungen kann auch das Kind betroffen sein: eine intrauterine Wachstumsretardierung (IUGR) kann die Folge der gestörten Plazentaentwicklung sein. Bei früher Präeklampsie kommt es of zu IUGR, während bei spätem Beginn der Erkrankung oder bei Gestationshypertonie das Kind oft normal entwickelt ist. Hier müssen regelmäßige Ultraschallkontrollen erfolgen, um die Entwicklung des Kindes genau zu beobachten.

Frauen, die bereits in einer vorhergehenden Schwangerschaft eine hypertensive Schwangerschaftserkrankung hatten, haben ein erhöhtes Risiko in der folgenden Schwangerschaft erneut daran zu erkranken. Auch wenn die Erkrankung in der Familie vorkommt, sollte man daran denken, sich frühzeitig untersuchen zu lassen.

Mittlerweile kann man durch die Bestimmung von Blutwerten das Risiko für das Entstehen einer Präeklampsie besser abschätzen. Die Bestimmung des sFlt-1/PlGF-Quotienten im Blut kann Hinweise auf das Vorliegen oder spätere Auftreten von Präeklampsie geben. Wir bestimmen diese Werte in unserer Sprechstunde.

Eine Spätfolge der Präeklampsie ist das Auftreten von Bluthochdruck im späteren Leben. 90% der Patientinnen entwickeln nach 20-25 Jahren einen chronischen Bluthochdruck.

Klinische Symptome

  • Wiederholt erhöhte Blutdruckwerte ≥ 140/90 mmHg
  • Eiweißausscheidung im Urin
  • Gewichtszunahme ≥ 1 kg/Woche während des 3. Trimesters
  • Veränderung der Laborparameter
  • Oberbauchschmerzen, Übelkeit, Erbrechen
  • Kopfschmerzen, Augenflimmern
  • Ödeme

Weitere Informationen...

... erhalten Sie bei Ihrem Frauenarzt und in der Sprechstunde für hypertensive Schwangerschaftserkrankungen der Klinik für Geburtsmedizin:

Campus Charité Mitte
Herr Dr. Stefan Verlohren
Herr OA Dr. M. Vogt

Sprechstunde: Freitag 08:00 bis 15:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Geburtshilfliche Ambulanz, Hochhaus, Ebene 2.
Terminvereinbarung: Montag bis Freitag 08:00 bis 15:00
t: +49 30 450 564 197

Charité Campus Virchow-Klinikum
Sprechstunde: Mittwoch 08:00 bis 15:00 Uhr
Geburtshilfliche Ambulanz, Mittelallee 9, Ebene 0.
Terminvereinbarung: Montag bis Freitag 08:00 bis 09:00 und 13:00 bis 15:00
t: +49 30 450 564 048